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Für die Stromwende brauchen wir mehr Solar- und Windstrom im Standard.

Infos über die Kampagne
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myNewEnergy hat die Stromqualität bewertet und mit Farben gekennzeichnet. 6 ist die beste Bewertung und 1 die schlechteste. EVUs mit einer Note unter 4 sind ungenügend, denn sie liefern Strom aus nicht erneuerbaren Energien. EVUs mit einer Bewertung ab 4.5 liefern bis auf einige wenige Ausnahmen 100% erneuerbaren Strom. Eine hohe Qualitätsbeurteilung kann erreicht werden, wenn bei der Wasserkraft beispielsweise zusätzliche Anforderungen, wie des Gewässerschutzes, eingehalten werden, oder wenn der Mix wesentliche Anteile der neuen Erneuerbaren enthält, wie Solarenergie oder Strom aus Biomasse. Gibt es mehr als einen Stromversorger im PLZ-Gebiet, dann wird die Farbe durch den Mittelwert der beiden Noten bestimmt. Mehr Informationen zur Bewertung finden Sie hier .
Für die Stromwende brauchen wir mehr Solar- und Windstrom im Standard.
Unsere Stromversorgung im Wandel
Die Energiewende ist beschlossene Sache, der Klimawandel eine dringliche Angelegenheit. Als Lösung müssen wir rasch auf nachhaltigen Energien umsteigen. Mit der «Stromlandschaft Schweiz» zeigen wir dir, wie auch du aktiv eine nachhaltige Energiezukunft mitgestalten kannst. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energiequellen aus Wasser, Sonne, Biomasse und Wind stärken wir unsere Unabhängigkeit vom Ausland, erhöhen die Versorgungssicherheit, schaffen inländische Arbeitsplätze und tragen damit zum Wohle der Schweiz bei. Unser Land hat die besten Voraussetzungen und Potenziale, um den Umstieg auf eine erneuerbare, sichere und naturverträgliche Stromversorgung zu realisieren.

Die Krisenresistenz eines Landes hängt auch stark davon ab, wie unabhängig wir uns vom Ausland mit lebensnotwendigen Gütern versorgen können. Dies zeigt die Covid-19-Krise derzeit auf.
100 Prozent erneuerbar, einheimisch und effizient ist machbar!
Bereits heute kommt etwas mehr als 50% unseres Stroms aus Wasserkraftwerken. Wie die Stromlandschaft zeigt, bieten bereits heute sehr viele Energieversorgungsunternehmen (EVU) einen 100% erneuerbaren Standardmix an, der grösstenteils aus Wasserkraft besteht. Das ist gut, für die Energiewende aber nicht gut genug! Um bis 2035 sämtliche Schweizer AKW vom Netz zu nehmen, sind wir auf einen raschen Zubau von Solar- und Windstrom angewiesen und können uns nicht auf den bestehenden Wasserkraftwerken ausruhen. Wie der Atomunfall in Fukushima aufzeigt, stellt auch die Atomkraft weder eine sichere noch umweltfreundliche Alternative dar.

In vielen Gemeinden können private Kundinnen und Kunden unter diversen Stromprodukten wählen. Mit der Wahl von Naturstromprodukten beispielsweise aus regionalem Solarstrom, Wind- oder Wasserkraft, tragen Verbrauchende aktiv zur Energiewende bei. Viele Haushalte wechseln jedoch nicht: Strom ist kein Aufmerksamkeitsprodukt um das man sich aktiv bemühen muss und kommt für viele Konsumierende sprichwörtlich «aus der Steckdose». Der Wechsel auf andere Produkte drängt sich konsumtechnisch nicht auf. Deshalb ist es umso wichtiger, dass auch der Standartstrom zu einem möglichst grossen Teil aus nachhaltigen Quellen stammt.

Wie schnell wir das Ziel einer Stromversorgung aus 100% erneuerbaren Energien erreichen, ist eine Frage des gemeinsamen politischen Willens. Der Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung – auf Basis von erneuerbaren Energien und ohne Atomstrom – führt über zwei Säulen. Der erste Lösungsansatz ist die Effizienz, das heisst die Einsparung von Strom mit besseren Technologien dort, wo dieser heute verschwendet wird. Insgesamt könnte schon heute mit der besten verfügbaren Technik ein Drittel des schweizerischen Stromverbrauches eingespart werden – also sechsmal die Produktion des AKWs Mühleberg, das im Dezember 2019 vom Netz ging. Der zweite Lösungsansatz für unsere zukünftige Stromversorgung liegt im Zubau von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Zusammen mit der Stromeffizienz kann ein kluger Mix aus unterschiedlichen erneuerbaren Erzeugungstechnologien alle Schweizer AKWs problemlos ersetzen. Dabei sind die Zubaumengen erst noch zurückhaltend und damit naturverträglich. Beispielsweise braucht es für die Energiewende vermutlich nicht mehr als rund 400 Windenergieanlagen in der ganzen Schweiz – in Deutschland sind schon heute weit über 20’000 Anlagen installiert. Gemäss Branchenverband Swisssolar lag der Anteil an Solarstrom im Schweizer Mix Ende 2019 bei rund 4 Prozent. Für den Ersatz aller AWK bis ins Jahre 2035 muss dieser Anteil auf mindestens 20 Prozent steigen.
Regionale Wertschöpfung
Die erneuerbare Energiezukunft schafft auch Arbeitsplätze: Denn im Regelfall werden durch den Bau von erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen importierter Strom durch einheimische Energiequellen, Technologien und Dienstleistungen ersetzt. Dies kommt uns allen zu Gute: Handwerksbetriebe erhalten mehr Aufträge, wodurch der Umsatz und der Gewinn steigen. Höhere Steuer- und Pachteinnahmen für Gemeinden und neu geschaffene Arbeitsplätze sind die Folge.
Infos über die Kampagne
Das Projekt «Stromlandschaft Schweiz» wurde vom WWF Schweiz initiiert, gemeinsam mit myNewEnergy und EnergieSchweiz umgesetzt und erstmals 2017 lanciert. Die neuste Ausgabe der Stromlandschaft 2020-2022 erscheint nun in etwas modifizierter Form: Neu werden nur noch EVU im grünen Bereich angezeigt, die einen massgeblichen Anteil an neuen erneuerbaren Energien wie Solar-, Wind- oder Energie aus Biomasse enthalten. Damit wollen wir aufzeigen, wo die Energiewende auf Kurs ist und wo die Umstellung auf die nachhaltige Stromproduktion an Tempo zulegen muss.
Sollten Sie Fragen zum Projekt haben, schreiben Sie eine Mail an kontakt@mynewenergy.ch.

Bewertung der Stromprodukte
myNewEnergy hat die Stromqualität bewertet und mit Farben gekennzeichnet. 6 ist die beste Bewertung und 1 die schlechteste. EVUs mit einer Note unter 4 sind ungenügend, denn sie liefern Strom aus nicht erneuerbaren Energien. EVUs mit einer Bewertung ab 4.5 liefern bis auf einige wenige Ausnahmen 100% erneuerbaren Strom. Eine hohe Qualitätsbeurteilung kann erreicht werden, wenn bei der Wasserkraft beispielsweise zusätzliche Anforderungen, wie des Gewässerschutzes, eingehalten werden, oder wenn der Mix wesentliche Anteile der neuen Erneuerbaren enthält. Gibt es mehr als einen Stromversorger im PLZ-Gebiet, dann wird die Farbe durch den Mittelwert der beiden Noten bestimmt.

Die myNewEnergy-Note macht die Qualität des Stroms für die Konsumentinnen und Konsumenten greifbar. Sowohl die Umweltbelastung, wie ökologisch Massnahmen, die Unterstützung der Energiewende und weitere Kriterien werden berücksichtigt. Die myNewEnergy-Note orientiert sich am Schweizer Notensystem und wurde in einjähriger Arbeit in Beratung mit einem Sounding Board entwickelt. In diesem sind sowohl Umweltorganisationen, Konsumentenschutzorganisationen, wie auch Energieanbieter, Bundesämter und weitere Experten vertreten.
Die myNewEnergy-Stromnote berücksichtigt folgende Einflüsse:
  • Die Umweltbelastung bei der Erstellung und dem Betrieb der Kraftwerke. Die Umweltbelastungspunkte werden durch komplexe Berechnungen pro Kraftwerkstyp errechnet und beruhen in ersten Linie auf den Emissionen von Schadstoffen und Klimagasen.
  • Die Umweltbelastung durch Übernutzung der natürlichen Ressourcen z.B. das Verbauen der Gewässer.
  • unabhängige Kontrollen und ökologische Massnahmen, gemessen durch ein Label oder gesetzliche Auflagen. Die Zertifizierungsorganisationen stellen sicher, dass die Produkte besondere Auflagen erfüllen (z.B. Naturemade Star).
  • Nur ein Aufbau von neuen Kraftwerken, in welchen neue erneuerbare Energie produziert wird, ermöglicht die Ablösung der alten fossilen- und Kernkraftwerke. Deshalb fliesst das Alter der Anlagen in die Bewertung mit ein.
  • Bundesrat und Umweltverbände haben Vorgaben für die Ausbaupotentiale bis 2035 der erneuerbaren Energien in der Schweiz gemacht. In der myNewEnergy-Note werden diese Potentiale berücksichtigt, so dass der Ausbau in die geplante Richtung verläuft, natürlich nur bei CH-Anlagen.
  • Bestehende Energieversorger stellen mit Ihrer lokalen Grundversorgung die Versorgungssicherheit und die Netzstabilität in der Schweiz sicher. Für die Energiewende ist es jedoch nötig, dass auch den Grundprodukten zunehmend neue erneuerbare Energien beigemischt werden. Entsprechende Umstellungen werden positiv gewertet.
Ein ausführliche Beschreibung über die myNewEnergy Bewertung finden Sie in diesem Dokument.

Disclaimer: Verantwortlich für den Inhalt dieser Seiten sind der WWF Schweiz und myNewEnergy. Die Webseite werden von myNewEnergy betrieben. Bitte wenden Sie sich mit technischen Fragen an: kontakt@myNewEnergy.ch
Bilder: ©WWF Schweiz (3), Stefan Ineichen, Glühwürmchen Projekt (1)
Wir danken EnergieSchweiz für die Unterstützung.